Die Eröffnung (Nachlese)

Die meisten der folgenden Abbildungen sind Handy-Fotos von meiner lieben Tochter - die - im Gegensatz zu mir - daran dachte, welche zu machen...

Die selbstgemalte Glückwunschkarte (Vorschau-Bild) stammt von Brita Ludin.

12.05.2019, ca. 12 Uhr. Die Anspannung erreichte den Höhepunkt, als ich, kurz vor Beginn der Veranstaltung, noch einmal durch die ganzen Räume ging und mir sagte: "alles ist bereit - was ich tun konnte, habe ich getan; was ab jetzt passiert, liegt nicht mehr in meiner Hand... "

 

Auf dem Bild sieht man die Tenne, wo die Bewirtung durch den Förderverein der Grundschule Ihren Platz fand. Die Dekoration war von meiner lieben Freundin (und angenommenen Schwester Helga) im Vorfeld ausgedacht und organisiert worden. Gemeinsam mit meiner zuverlässigen und fleissigen Tochter (Du bist die Beste und ich danke Dir so sehr, dass Du mich, in Deinem jungen Alter, so tatkräftig unterstützt!) habe ich sie dann aufgebaut. Die Ballons und die Spruchbänder hat übrigens der beste aller Vermieter für mich aufgehängt (ich selbst hätte mich nicht auf die Leiter getraut)...

 

Drüben, im Nebengebäude (dem Leibgeding), hingen verteilt auf 2 Stockwerken rund 25 meine Bilder. Es gab abwechslungsreiche Gimmicks - z.B. Vorher/Nachher-Bilder mit frechen Sprüchen, oder ein Spiegel, vor dem man den "Doppelkinn-Verschwinde-Trick" üben konnte, oder einen Bildschirm, auf dem eine Dia-Show lief. Außerdem befand sich dort die Künstlergarderobe für die Theatergruppen und Musiker.

 

In Portugal, wo ich einige Jahre lebte, gibt es einen Spruch der heißt: "Em casa de Ferreiro, o espeto é de pau."  Das heißt: "Im Haus des Schmieds ist der Schürhaken aus Holz" - was ich damit sagen will: Von der Veranstaltung der Fotografin gibt es kaum Fotos - und von der Ausstellung gibt es gar keines, außer eines von den Vorbereitungen, weil die Katze neugierig untersuchte, was ich da "in die Wand" hänge...

 

Vor dem Eingang des Ateliers hatten die Besucher die Möglichkeit, sich auf einem Blatt Papier mit ihrer Unterschrift zu verewigen.  Dieses "Gemälde" habe ich eingerahmt und im Studio aufgehängt. Ich freue mich immer wieder, wenn ich es anschaue - wenn auch leider sehr viele Unterschriften darauf fehlen. Im Getummel hatten es wohl nicht alle mitbekommen, dass sie unterschreiben sollten...   Also, Ihr Lieben, beim nächsten Mal, wenn Ihr ins Studio kommt, könnt Ihr das mit der Unterschrift gerne nachholen - also, sofern Ihr bei der Eröffnung auch da wart!

 

Für die geladenen Gäste gab es zum Sektempfang köstliche Häppchen, z.B. herzhaft gefüllte Schneckennudeln, oder die Zucchini-Röllchen meiner früheren Vermieterin Sabine - ach wo käme man hin, ohne die tatkräftige Unterstützung so lieber Freundinnen!

Es gab eine große und leckere Auswahl an selbst gebackenen Kuchen - von der manche sogar bestens mit der Tischdeko harmonierten. Viele Eltern der Simonswälder Grundschulkinder hatten fleissig gebacken und dem Förderverein ihre Kuchenspenden gebracht. Der Erlös fließt in ein Präventionsprojekt gegen sexuellen Missbrauch. Ich selbst habe das Theaterstück, das den Grundschulkindern über mehrere Wochen vorgeführt wird, schon einmal gesehen und muss sagen, dass es wirklich eine großartige Sache ist!

 

 

Mir wurden eine Menge Blumensträuße und -stöcke überreicht; manche kamen sogar per Kurierdienst!   Übrigens, Carmen, die weiße Hortensie hat jetzt ihren festen Wohnsitz im Garten, neben der Kapelle, direkt an einem Wasserlauf. Einen besseren Platz gibt es wohl kaum und man wird sie dort sicher noch viele Jahre bewundern können!

Im Vorfeld war noch besonders spannend, ob die Bauarbeiten rund ums Haus bis zur Veranstaltung abgeschlossen sein würden - ich muss sagen - die Baufirma hat sich ganz schön ins Zeug gelegt! In der Vorwoche waren täglich mehrere Bagger zugange. Ganz abgeschlossen waren die Arbeiten dann am Sonntag zwar nicht - weshalb die Parkplatzsituation etwas schwierig war - aber wer, wie ich, die Baustelle noch 7 Tage vor der "deadline" gesehen hatte, war mit der Situation am Stichtag mehr als zufrieden - und niemand musste in Gummistiefeln herumlaufen :D

 

Für die nächtse Veranstaltung (die ArtWisdis an Pfingsten), an der ich das Atelier natürlich auch geöffnet habe und auch wieder ein paar Bilder ausstellen werde, ist das Außengelände nun aber bestens vorbereitet!

Draußen, vor dem Hauptgebäude, spielten die Impro-Theater-Truppen. Sie waren sehr tapfer, denn es war ein recht kühler, wenn auch endlich trockener Tag.

OnePlayWonder, Die Mauerbrecher, Theater L.U.S.T. und die Wilde Mathilde, wie auch "Em Rénate si Blog" und die Musiker Christoph Hüllstrung und Lukas Blum waren dabei. "Mein" Pianist, Christoph Müller hat viele Stunden in die Tasten gegriffen und auch ganz schön kalte Finger (zum Glück keine kalten Füße...) bekommen. Ich werde Dir für immer und ewig dankbar sein und weiß Deine Hilfe sehr zu schätzen!   Natürlich danke ich auch den ganzen anderen tollen Künstlern, allen voran Nils Hüttenrauch, der die Moderation und Ablauforganisation  übernommen hatte.

Und zu guter letzt danke ich auch dem Chef vom Café Huber, der, trotzt Muttertagstrubel, noch den kurzfristigen Auftrag für die Künstler-Kartoffelsuppe (ein Traum!!!) ausgeführt hatte!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja, sogar die Badische Zeitung war da. Vielen Dank, Karin Heiß, für den schönen Bericht und das Foto! In der Online-Version sieht man übrigens noch einige andere Bilder:

https://www.badische-zeitung.de/ateliereroeffnung-auf-dem-wisdishof-mit-theater-und-mundart?fbclid=IwAR0eRC6loup98wApbdSitgxj2sSt_4yN1J02Mb5TDaCliCqHuWU_xjKRahk

 

Das Einzige was hier nun noch fehlt, ist ein Auszug der wunderbaren Rede, die Herr Bürgermeister Schonefeld zu meiner Eröffnung hielt. Ich habe schon nachgefragt, ob er sie mir zur Verfügung stellt. Wenn ja, wird sie hier bald zu sehen sein. Er hat in wenigen Worten umrissen, was die Essenz meiner Arbeit ist - und mit seinen Worten den Nagel wirklich auf den Kopf getroffen...  Eines blieb mir noch gesonders gut in Erinnerung: mein Atelier sei ein weiteres highlight in Simonswald. Ich fühle mich geehrt!

 

Resumee: Ganz ehrlich: ich wünschte, ich hätte mehr Bilder, um von diesem ereignisreichen Tag zu berichten - denn Bilder sagen nunmal mehr als 1000 Worte.

Ich wünschte ich hätte mehr Bilder, um mich später an mehr Situationen des Tages zu erinnern. Mit der Erinnerung kann man, ein Stück weit, auch die positive Emotion, die mit dem Moment verbunden war, noch einmal erleben.

Bilder (wie ja auch Musikstücke oder bestimmte Gerüche das können) konservieren Erinnerungen, Emotionen, wichtige Momente in unserem Leben, die wir wertschätzen und nicht vergessen möchten - nicht vergessen sollten - besonders die, mit denen wir etwas positives verbinden.  Ganz genau wie das auch Portraits tun! Übrigens: Wie willst Du einmal in (Deiner) Erinnerung behalten werden?

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